Hamburg/Düsseldorf - Ärzteverbände in Hamburg und Nordrhein-Westfalen haben an die Landespolitiker appelliert, die Gesundheitsreform in wesentlichen Punkten noch einmal zu überarbeiten. Auf einer Kammerversammlung der Ärztekammer Hamburg Ende Oktober verabschiedeten die Mitglieder einstimmig eine Resolution zur Gesundheitsreform.
Darin appellieren sie noch einmal an den Ersten Bürgermeister Ole von Beust, die Gesundheitsreform zu stoppen. „Die Reform bedeutet – entgegen den Verlautbarungen der Großen Koalition – bereits ab 2007 eine erhebliche Mehrbelastung für jeden einzelnen Bürger bei einer sich insgesamt verschlechternden Versorgungssituation“, sagte Dr. Michael Reusch, Präsident der Ärztekammer Hamburg.
Auch die Heilberufskammern in Nordrhein-Westfalen (NRW) warnten vor einer Verschlechterung der Patientenversorgung im Land, wenn die kommende Gesundheitsreform wie geplant umgesetzt wird. „Patienten werden sich auf längere Wartezeiten, weitere Wege und schleichende Entmündigung einstellen müssen“, befürchten die Kammern von Ärzten, Psychotherapeuten, Zahnärzten, Apothekern und Tierärzten.
Ein zentral gesteuertes Gesundheitswesen lasse wenig Raum für Wahlfreiheit und Therapieverantwortung: Wer krank werde, könne nur noch im engen Rahmen von vorgegebenen Versorgungs-Korridoren Hilfe erwarten. © hil/aerzteblatt.de
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