Politik · News
14.07.2010
Schavan stellt „Hightech-Strategie“ vor
 |
| Annette Schavan /dpa |
Berlin – Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat am Mittwoch in Berlin mit der „Hightech-Strategie 2020 für Deutschland“ die Schwerpunkte der Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung für die kommenden Jahre vorgestellt.
„Gerade angesichts der Bemühungen um einen konsolidierten Haushalt gilt jetzt erst recht: Wir müssen in Forschung und Entwicklung investieren, um den künftigen Wohlstand unserer Gesellschaft zu sichern“, betonte Schavan.
Neben den Themenbereichen Klima und Energie, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation stehen auch Gesundheit und Ernährung im Fokus der Hightech-Strategie (HTS).
Dabei sollen vor allem Projekte gefördert werden, die sich mit individualisierter Medizin, Prävention durch gesunde Ernährung und einem selbstbestimmten Leben im hohen Alter beschäftigen.
Gerade bei der individualisierten Medizin fehle es noch an Studien zum klinischen Nutzen, weshalb Versorgungsforschung und Untersuchungen zum Patientennutzen hier besonders gefördert werden sollen. Darüber hinaus ist es vorgesehen, Präventionsstrategien und betriebliches Gesundheitsmanagement weiter zu entwickeln.
„Erkenntnisse über das Versorgungsgeschehen unter Alltagsbedingungen sind dabei besonders wichtig, damit die Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung bei begrenzten Ressourcen weiter steigt“, heißt es im HTS-Dokument. Als Beispiel werden telemedizinische Anwendungen genannt, die in ländlichen Regionen mit Ärztemangel eingesetzt werden können.
Der
Verband der forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland (vfa) begrüßt das Konzept des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Die Bundesregierung setzt in ihrer Hightech-Strategie insbesondere auf individualisierte Medizin und Volkskrankheiten im Kontext der Altersforschung“, sagte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa. „Das ist eine angesichts der demografischen Entwicklung in unserem Land notwendige Ausrichtung.
Erfolgreich wird dies nur sein können, wenn akademische und industrielle Forschung gemeinsam Hand in Hand an diesen Themen arbeiten. Die forschenden Pharmaunternehmen bieten dabei ihre volle Unterstützung und Beteiligung an.“
© Mei/aerzteblatt.de
Links zum Thema