PJ im Ausland Berichte aus aller Welt in der Rubrik "Ausland"

PJ

Nach zehn Semestern Uni geht es endlich in die Praxis: Das letzte Jahr des Medizinstudiums ist das Praktische Jahr (PJ). Es beginnt Mitte April oder Mitte Oktober. Das PJ gliedert sich in drei Abschnitte von je 16 Wochen (Tertiale). Ein Tertial Innere Medizin und Chirurgie sind Pflichtprogramm. Das dritte Tertial kann frei gewählt werden. Nach der neuen Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) kann nun auch die Allgemeinmedizin Wahlfach sein und in von Uni und Landesprüfungsamt (LPA) anerkannten Praxen absolviert werden.

PJler erhalten keine Bezahlung, obwohl die ÄAppO vorsieht, dass die Studierenden „in der Regel ganztägig an allen Wochentagen“ anwesend sein müssen. PJler haben als Studierende  aber auch Rechte. In den Lehrkrankenhäusern sollen regelmäßig Fortbildungen stattfinden.  

Studierende sollten das PJ sinnvoll nutzen, denn durch den Wegfall des Arztes im Praktikum schließt sich an das PJ die Assistenzarztzeit an. Es ist ratsam, eigene Patienten zu betreuen (mit Unterstützung und Hilfe des Stationsarztes).

Das PJ ist eine gute Möglichkeit für einen Auslandsaufenthalt. Mit dem Landesprüfungsamt sollte aber abgestimmt sein, ob das ausgewählte Krankenhaus auch anerkannt wird. Die LPÄ haben in der Regel Listen. Da PJler Studierende sind, kann der Auslandsaufenthalt auch über das europäische Austauschprogramm SOCRATES/ERASMUS laufen. Es lohnt sich im zuständigen Koordinationsbüro der Fakultät bzw. Universität nachzufragen.

Wer nicht nur ins Ausland möchte, sondern auch noch Geld im PJ verdienen will, der sollte darüber nachdenken, als „Unterassistent“ in der Schweiz zu arbeiten.

Wichtig: Die Anerkennung von Auslands -Tertialen immer vorher im dem zuständigen LPA abklären.  

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